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22.11.2011, von Jurk

Theater Geschichte

Die Ursprünge des Theaters reichen bis in das alte Ägypten oder sogar noch weiter zurück. Inschriften zeugen von Tänzen und musikalischen Darbietungen, die meist im Rahmen von religiösen Kulten vollführt wurden. Etwa ab 2000 v. Chr. wurde beispielsweise in der ägyptischen Stadt Abydos alljährlich ein großes Fest mit verschiedenen Aufführungen zu Ehren des Osiris abgehalten. Die Entwicklung des Theaters auch als Ort der Aufführung im antiken Griechenland bedeutete einen neuen Anfang in der Geschichte des Theaters. Anfangs auf musikalische und tänzerische Darstellungen in einem religiösen Kontext beschränkt, bildete sich bald eine Darstellungsform mit einzelnen Schauspielern heraus, ab dem 6. Jahrhundert v. Chr. wurden Masken eingesetzt. In Tragödien durften nur höher gestellte Menschen als Schauspieler auftreten, Komödien hingegen wurden durch Menschen niedrigeren Standes besetzt. Generell durften nur Männer als Schauspieler auftreten, weshalb sie auch die Frauenrollen übernehmen mussten. Im Laufe der Zeit erlangte das Theater auch politische Bedeutung. Besonders im antiken Rom wurde es als staatliche Einrichtung vermehrt für die Repräsentation des Herrschers genutzt. Im Mittelalter fand Theater meist nur in Form von Mysterien- oder Passionsspielen statt: Biblische Texte und Heiligensagen wurden ab dem 10.Jahrhundert in Kirchen und später auch auf Marktplätzen als Schauspiel aufgeführt. Die Renaissance führte zu ersten Ansätzen des klassischen Dramas, besonders in aristokratischen Kreisen war auch die Komödie äußerst beliebt. Das Zeitalter des Barock bedeutete eine wahre Blütezeit in der Theatergeschichte: Die dramatischen Werke Shakespeares und seiner Zeitgenossen begeisterten die Menschen im Europa des 17.Jahrhunderts. Ab dem 18.Jahrhundert bildete sich im Zuge des Humanismus das klassische deutsche Drama heraus, welches von Werken wie "Iphigenie" von Goethe oder Schillers "Maria Stuart" geprägt wurde. Zunächst wurde das Drama meist in geschlossener Form aufgeführt, also in Akten unterteilt und in Versform vorgetragen. Hinzu kam die offene Form des Dramas, in welcher Szenen mit verschiedenen Schauplätzen aufeinander folgten, zudem löste sich die Sprache von der Versform. 1926 entwickelte Berthold Brecht darüber hinaus das Epische Theater und nutzte die Bühne um gesellschaftliche Konflikte auszudrücken. Dazu setzte er auch Spruchbänder oder auf eine Leinwand projizierte Text ein. Die Bühnenschauspielerei der Moderne bedient sich inzwischen häufig anderer Medien oder weiterer experimenteller Elemente. theater geschichte

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